The SAC Classification in Implant Dentistry

Drei Buchstaben, die bis heute klinische Entscheidungen strukturieren.

S, A und C stehen für straightforward, advanced und complex. Die SAC-Klassifikation hilft Behandlern, Schwierigkeit, Komplexität und Risiken einer Implantatbehandlung vor Therapiebeginn systematisch einzuschätzen.

Das ITI verwendete die Klassifikation bereits seit 2003 in seinem Ausbildungsprogramm. Eine ITI-Konsensuskonferenz mit 28 Klinikern schuf 2007 die Grundlage für das Buch, das 2009 in englischer Sprache erschien. Damit wurde aus einem Ausbildungsprinzip ein international verfügbares Arbeitsinstrument.

Ein gemeinsamer Maßstab

Deutsche Ausgabe der SAC-Klassifikation in der zahnärztlichen Implantologie

Eine Klassifikation muss in der Praxis funktionieren

SAC ist keine Rangliste für Behandler und keine bloße Etikettierung von Fällen. Die Klassifikation verbindet klinische Ausgangslage, Behandlungsrisiken und die erforderlichen Fähigkeiten zu einem nachvollziehbaren Maßstab. Chirurgische und prothetische Situationen werden dabei getrennt beurteilt.

Bei der Übersetzung musste deshalb mehr stimmen als der einzelne Satz. Risikofaktoren, Fallbeschreibungen, Tabellen, Entscheidungswege und die drei Schwierigkeitskategorien mussten terminologisch ineinandergreifen. Die Sprachfassungen sollten dasselbe System abbilden und in Ausbildung und Praxis gleichermaßen verwendbar sein.

  • Deutsche Fachübersetzung gemeinsam mit Wilfried Preinfalk
  • Koordination der französischen, italienischen und spanischen Übersetzung
  • Abstimmung der implantologischen Terminologie über vier Sprachfassungen hinweg
  • Sprachliche Konsistenz in Fließtexten, Tabellen, Fallbeispielen und Klassifikationskriterien

Die eigentliche Leistung lag nicht darin, vier Bücher mit ähnlichem Inhalt herzustellen. Es ging darum, einen gemeinsamen klinischen Maßstab in vier weiteren Sprachen belastbar zu machen.

Die erste Ausgabe in fünf Sprachen

Englisch

The SAC Classification in Implant Dentistry
Herausgegeben von Anthony Dawson und Stephen Chen
Quintessence Publishing, 2009
172 Seiten, 252 Abbildungen
ISBN: 978-1-85097-188-7

Deutsch

Die SAC-Klassifikation in der zahnärztlichen Implantologie
Quintessenz, 2011
172 Seiten, 253 Abbildungen
ISBN: 978-3-86867-041-7

Übersetzung: Wilfried Preinfalk/Per N. Döhler

Französisch

La classification SAC en implantologie dentaire
Quintessence International, 2011
ISBN: 978-2-912550-80-4

Übersetzung: Suzanne Assénat mit Triacom Dental

Italienisch

La classificazione SAC in implantologia orale
Quintessenza Edizioni, 2011
172 Seiten, 253 Abbildungen
ISBN: 978-88-7492-156-0

Übersetzung: Simona Ferrari mit Triacom Dental

Spanisch

La Clasificación SAC en Implantología Oral
Quintessence Publishing, 2011
158 Seiten, 252 Abbildungen
ISBN: 978-84-89873-46-9

Übersetzung: Ana Vega Pérez mit Triacom Dental

Vom Buch zum SAC-Universum

Behandlungskonzepte, Techniken und Materialien entwickelten sich weiter. 2022 erschien deshalb eine vollständig überarbeitete zweite englische Ausgabe. SAC 2.0 blieb jedoch nicht auf das neue Buch beschränkt. Das ITI baute die Klassifikation zu einem digitalen Lern- und Anwendungssystem aus.

Die ITI Academy ist also nicht einfach der neue Aufbewahrungsort für ein altes Buch. Sie macht aus der Klassifikation ein Lernmodul, ein Prüfungsinstrument und ein Werkzeug für die konkrete Fallbeurteilung. Das gedruckte Werk war dafür keine Vorstufe, die man anschließend wegwerfen konnte. Es lieferte die Struktur, auf der diese Anwendungen aufbauen.

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Was von der Vorarbeit bleibt

An SAC 2.0 war Triacom nicht beteiligt. Gerade deshalb ist die Entwicklung interessant: Sie zeigt, dass die damalige Übersetzungs- und Koordinationsarbeit keinem kurzlebigen Einzelprodukt galt. Die erste Buchgeneration half, die Klassifikation international zu verbreiten und ihre Begriffe in mehreren Sprachräumen verwendbar zu machen.

Heute ist daraus ein erheblich größeres digitales Angebot geworden. Die Technik ist neu, viele Inhalte wurden überarbeitet, und das System kann weit mehr als die Bücher von 2009 und 2011. Sein Grundgedanke ist aber derselbe geblieben: Komplexität und Risiko sollen nicht erst dann sichtbar werden, wenn eine Behandlung schwierig wird.

Weitere Buchreihen

ITI Treatment Guide
Glossary of Oral and Maxillofacial Implants
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